Ein neuer Typ von "Sexarbeiter*innen"
Eine neue Ära hat begonnen: lebensgroße Sexpuppe aus Silikon und Metall, die in realistischen Bordellen in Europa gegen Bezahlung sexuelle Dienste anbieten – oral, vaginal und anal. Und das erstaunlichste: Diese neue Form der Dienstleistung bewegt sich juristisch im grauen Bereich, insbesondere in Norwegen.
„Wir haben keine Hinweise darauf, dass Sex mit Puppen unter das aktuelle Strafgesetz fällt“,
– Raheela Chaudhry, Justizministerium Norwegen
Europas erste Sexpuppen-Bordelle
In Städten wie Dortmund, Paris, London, Wien oder Turin florieren sogenannte Sexpuppen-Bordelle. Kunden mieten dort Sexpuppe zu Preisen ab 80 € pro Stunde. Die Nachfrage steigt – auch wegen der rechtlichen Unklarheiten.
Gesetzeslücke oder moderne Freiheit?
Das norwegische „Sexkaufgesetz“ (§316 StGB) kriminalisiert den Erwerb sexueller Dienstleistungen von Menschen. Doch: Eine Puppe ist kein Mensch. Das Gesetz regelt nur das Verhalten zwischen Menschen.
„Wenn Bordelle legal sind, nur weil Gummipuppen statt Frauen zum Einsatz kommen, zeigt das, wie bevormundend und widersprüchlich unsere Gesetze sind.“
– Astrid Renland, PION Norwegen
Ethische Kritik: Roboterisierung des Begehrens?
Fördern Sexpuppe eine entmenschlichte Sexualität? Oder bieten sie eine sichere Umgebung für Fantasien ohne Leid? Camilla Hammergren vom Pro Sentret betont:
„Sexarbeitende sind keine Objekte – sie haben Rechte, Würde und Entscheidungen.“
Realität: Gewaltfantasien ohne Grenzen?
In Sexpuppen-Bordellen sind nahezu alle Fantasien erlaubt – auch solche, die bei Menschen als Gewalt gelten würden. Betreiberin Evelyn Schwartz (Dortmund):
„Manche Kunden brauchen ein Ventil. Statt echte Mitarbeiterinnen zu belasten, übernehmen Puppen diese Rolle.“
Kritiker fürchten eine Verrohung der Sexualkultur – auch gegenüber echten Sexarbeiterinnen.
Mensch vs. Maschine – was Kunden wirklich wollen
Viele Männer suchen laut Experten iotionale Nähe. Are Saastad vom Reform Resource Center for Men sagt:
„Nach dem Sex mit Puppen bleibt oft Leere zurück.“
Was sagt die Zukunft?
Wenn der Gesetzgeber nicht reagiert, könnten Sexpuppen-Bordelle bald auch in Norwegen Realität werden. Die Gesellschaft muss sich fragen:
Wo beginnt die Grenze zwischen Technik, Fantasie und Verantwortung?
