Silikon, Scanner, Scheinrealität - hat die Zukunft des Klonens bereits begonnen, nur eben für die Liebe?
Ein chinesisches Unternehmen namens DS Doll Robotics behauptet, das Model "Jie" mit einer körperlichen Genauigkeit von 99 % in Form einer lebensechten Sex Doll Puppe "geklont" zu haben. Und ja - wir sprechen nicht nur von einem hübschen Gesicht, sondern von Gänsehaut, sichtbaren Venen, menschlichem Haar - sogar an den Zehen.
Von Science-Fiction zur Realität ?
Was früher nach Westworld oder Blade Runner klang, ist inzwischen kaufbare Realität. Doch mit dieser Präzision wirft das Konzept auch kritische Fragen auf:
- Wer besitzt das Recht am Körperbild?
- Ab wann wird Nachbildung zur digitalen Ausbeutung?
- Könnten in Zukunft "digitale Klone" berühmter Personen ohne deren Zustimmung kommerzialisiert werden?
Wer möchte sich klonen lassen?
DS Doll ruft inzwischen aktiv Influencerinnen, Prominente und Darsteller der Erotikbranche auf, ihr "Abbild" klonen zu lassen. Der Reiz liegt angeblich nicht nur im Ruhm, sondern auch in der Lizenzvermarktung - eine Art passives Einkommen durch den eigenen Silikon-Avatar?
Aktuell steht DS Doll in Gesprächen mit japanischen Adult-Stars - eine Ausweitung der Serie scheint nur eine Frage der Zeit zu sein.
Zwischen Sci-Fi, Sex und Selbstinszenierung
So faszinierend diese Technik ist - sie wirft auch wichtige Fragen auf:
- Wie steht es um das Recht am eigenen Bild - wenn dieses Bild ein 3D-Modell mit Intimfunktionen ist?
- Könnte diese Technologie in Zukunft auch für nicht-erotische Zwecke missbraucht werden - z. B. Deepfake-ähnliche Klonmodelle von Politikern oder Promis?
- Und: Ist es überhaupt noch Liebe oder reine Simulation?
Zukunftsvision oder Identitätsfalle?
Technisch gesehen ist dies ein Meilenstein: Nie zuvor war eine Sexpuppe der menschlichen Vorlage so nah. Aber gleichzeitig auch ein Weckruf: In einer Ära, in der man Körper nachbauen kann wie Möbelstücke bei IKEA, stellt sich die Frage - Was bleibt dann eigentlich noch einzigartig am Menschen?










